Eifel-Bunker-Tour: Drei geheime Orte des Kalten Krieges an einem Tag erleben

Tunnellabyrinth unter den Weinbergen: Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler (c) Dominik Ketz
Der Regierungsbunker als Ausweichort der Schaltzentrale der Macht (c) Dominik Ketz
Alle Schotten dicht: 25 Tonnen schwere Rolltore verschließen den Zugangsbereich des Regierungsbunkers noch heute in zehn Sekunden – beeindruckend und beklemmend zugleich.
Fernschreibzentrum aus den 1970er Jahren im Bunker der nordrhein-westfälischen Landesregierung.
Der Eingangsbereich zum Bunker der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen unter einer Schule in Satzvey.

Geheime Bunker, abgeschaltete Kommandozentralen, unterirdische Tresorkammern und Operationssäle: der Kalte Krieg hinterließ Orte der Zeitgeschichte, die 30 Jahre lang für den Ernstfall Atomkrieg eingerichtet waren.

Die bundesweit einmalige „Eifel-Bunker-Tour“ verbindet drei markante Originalschauplätze dieser Zeit in einem Tagesprogramm, das die Sonderführungen, den Bustransfer und die Verpflegung enthält. Das Tagesprogramm erklärt die Einrichtungen und ihre Hintergründe.

Termine:

  • Sonntag, 13. September 2020
  • Sonntag, 27. September 2020
  • Sonntag, 25. Oktober 2020

Dauer: 10 - 18 Uhr

Preis (inkl. Eintritt Dokumentationsstätten, Busfahrt sowie Verpflegung): 80 Euro; ermäßigt 70 Euro (Schüler, Studenten, Azubi, Wehr- und Zivildienstleistende, Behinderte ab 50 % gegen Ausweisvorlage); Kinder bis 16 Jahre 50 Euro; Familienkarte 180 Euro.

Maximale Teilnehmerzahl: 44 Personen

Anmeldungen:


Mehr zur Geschichte

Die Welt Anfang der 1960er Jahre: Mauerbau, Kuba-Krise und eine beschleunigte atomare Aufrüstung führen zu einer internationalen Spannungsphase. Die NATO-Strategen entwerfen Szenarien für den Ernstfall und Bunkerbauten für politische, militärische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger kommt eine zentrale Rolle zu. Ein ganzes System wird geheim geplant und gebaut. Nicht nur die Bundesregierung richtet ihren geschützten Ausweichsitz in der Eifel ein, sondern auch die nordrhein-westfälische Landesregierung und deren Landeszentralbank.

Von unterirdischen Operationssälen, einem Friseursalon oder dem Bunker-Bundespräsidialamt geht es zum Schlafzimmer des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und einem voll eingerichteten Fernschreibzentrum bis hin zu einem Bunker-Radiostudio. Durch dieses Kapitel des Kalten Krieges und in drei einstige Staatsgeheimnisse entführt die „Eifel-Bunker-Tour“: Der Regierungsbunker im Ahrtal als Kopf eines bundesdeutschen Katastrophenmanagements ist der Ausgangspunkt für die Busfahrt zu den angeschlossenen Krisenzentren von Landesregierung und endet hinter einer tonnenschweren Tresortür der Landeszentralbank. Von hier sollten im Krisenfall der Devisenverkehr, die Zahlungskreisläufe innerhalb des Landes wie auch die Bargeldversorgung für NATO-Truppen und Bundeswehr sichergestellt werden.