Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die verschiedenen Ortsteile der Kreisstadt

 

Die Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler setzt sich aus 13 kleinen und größeren Ortsteilen zusammen, die die beiden größten Ortsteile Bad Neuenahr und Ahrweiler miteinenader verbinden. Jeder Ortsteil hat seine eigene Geschichte und erweckt auch heute noch die ein oder andere Tradition zum Leben.

Ausblick auf Bachem vom Karlskopf aus

Bachem

Zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr liegt auf der rechten Ahrseite der historische Weinort Bachem, der besonders für den Anbau der Frühburgundertrauben bekannt ist. Mitten durch den Ortsteil fließt der Bachemer Bach, auf der linken Bachseite befindet sich das Winzermuseum. Das Gebäude des heutigen Museums, das sogenannte "Bachemer Backes" stammt aus dem Jahr 1650. Es diente zunächst als Gemeindebackhaus und später als Dorfschule, bis es 1978 zum Winzermuseum wurde. Passend zum Museum veranstaltet Bachem ein eigenes Weinfest.

Ehlingen im Ahrtal

Ehlingen

Der östlichste Stadtteil Bad Neuenahr-Ahrweilers gehört seit 1371 zum Ortsbezirk Heimersheim. Der Weinbau spielte schon zur damaligen Zeit eine große Rolle, seit der Reblausseuche im späten 19. Jahrhundert wird er hier jedoch nicht mehr in dem Ausmaß wie die vorherigen Jahrhunderte betrieben. Das im Dorf gelegene Backeshaus wurde von der Dorfgemeinschaft renoviert und wird auch heute wieder zu besonderen Anlässen zum Backen genutzt. So beispielsweise während des Pflaumenkuchenfestes, das jährlich am zweiten und dritten Septemberwochenende stattfindet.

Aussicht auf Gimmingen von der Landskrone

Gimmigen

Direkt an der Landskrone zwischen den Stadtteilen Heppingen und Kirchdaun liegt Gimmigen. Im Zentrum des Ortes befindet sich eine kleine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, die in der Vergangenheit besonders für ihre hochwertige künstlerische Ausstattung bekannt war. Die Kapelle ist den Heiligen Cosmas, Damian und Katharina geweiht, derer zu Ehren auch die jährliche große Kirmes des Ortes stattfindet. Einen ebenso religiösen Ursprung hat die zum 1. Mai stattfindende Dankwallfahrt zur Landskrone, bei der traditionell ein Maibaum aufgestellt wird.

Lohrsdorf und Green vom Rundwanderweg Nr. 8

Green

Green gehört seit 1969 zum Stadtteil Lohrsdorf, ist jedoch seit 1981 durch die B266 räumlich von ihm getrennt. Die Geschichte des Ortes geht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts auf den Burgmann Johannes de Grinde zurück, der in Green Grundbesitz erhielt. Die Zusammengehörigkeit von Green und Lohrsdorf geht auch darauf zurück, dass in den Kapellen beider Orte zur Mitte des 17. Jahrhunderts die Altarweihe vorgenommen wurde. Eben diese Kapelle wurde Mitte des 18. Jahrhunderts durch das Hochwasser der Ahr zerstört. Auch in den darauffolgenden Jahren bis hin zur Regulierung der Ahr 1910 wurden viele Teile des Ortes vom Hochwasser beschädigt.

Heimersheim im Osten der Kreisstadt

Heimersheim

Östlich der Kreisstadt liegt Heimersheim. Erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt, sind noch heute Reste der ehemaligen Stadtmauer im Stadtbild zu erkennen. Ähnlich wie in Ahrweiler ist der Ort geprägt von Fachwerkhäusern, einem alten Backhaus und dem "Zehnthof". Hier wurden früher die Zinsen und Pachten der Bauern und Winzer aufbewahrt. Inmitten des Ortes befindet sich eine Basilika aus dem 13. Jahrhundert. Noch heute wird der mittelalterliche Charme des Ortes während des jährlich stattfindenden mittelalterlichen Weinfestes spürbar.

Maria Hilf-Kapelle auf der Landskrone

Heppingen

Heppingen befindet sich am Fuße der Landskrone und grenzt an Gimmigen, Lohrsdorf und Heimersheim. Erste Hinweise auf die Besiedlung des Ortes finden sich bereits im 10. Jahrhundert, das Bild des Ortes wird heute geprägt von der direkt an der Landskroner Straße gelegenen St. Martinus-Kirche. Die 1905 gebaute Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie jedoch erneuert und renoviert. Besonders verbunden ist der Ort mit der kleinen Maria Hilf-Kapelle auf der Landskrone, um dessen Erhaltung sich ein Verein der Förderer in Heppingen kümmert.

Rundwanderweg Nr. 8 Richtung Kirchdaun

Kirchdaun

Im Nordosten der Kreisstadt liegt der Ortsteil Kirchdaun. Durch seine Lage an den Ausläufern der Landskrone ist er umgeben von idyllischen Landschaften aus Wiesen, Feldern und Wäldern. Ursprünglich war Kirchdaun eine eigene Gemeinde, wurde jedoch Ende des 20. Jahrhunderts eingemeindet. Das Herz des Ortes bildet die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche St. Lamberti. Wer auf dem heutigen Wanderweg Aachen-Frankfurt-Heerstraße unterwegs ist, kommt unmittelbar an Kirchdaun vorbei. Früher verlief hier die Pilger- und Heerstraße von Frankfurt über die heutige Grafschaft nach Aachen.

Der Golfplatz in Lohrsdorf

Lohrsdorf

Der Ortsteil Lohrsdorf grenzt an Green und schließt auch den Golfplatz Köhlerhof und die Burg Landskron mit ein. Bereits im 10. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt, gehört er zu den ältesten Orten an der Ahr, die urkundlich dokumentiert sind. Im Süden des Ortes findet man den alten Ortskern mit der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Kapelle. Weiter Richtung Norden schließt sich ein Neubaugebiet an, das zwischen Wald- und Wiesen zum Golfplatz führt.

Blick ins Kloster Marienthal

Marienthal

Das Weindorf Marienthalt liegt westlich der Kreisstadt, umgeben von steilen Weinbergen. Ein Highlight des Stadtteils ist die Ruine eines ehemaligen Augustinerinnenklosters, die heute als Weingut und dazugehöriges Restaurant fungiert. Besonders bekannt ist auch die Dokumentationsstätte Regierungsbunker. Das heutige Museum zeigt den ehemaligen Regierungsbunker, der Mitte des 20. Jahrhunderts für den Fall eines atomaren Angriff konzipiert wurde.

Der Ramersbacher Dorfplatz

Ramersbach

Ramersbach, der jüngste Stadtteil der Kreisstadt, liegt geographisch am höchsten und bietet durch ebendiese Höhenlage tolle Ausblicke über die gesamte Region. Neben der idyllischen Landschaft ist Ramersbach auch geschichtlich interessant. So finden sich hier Reste einer der größten bekannten römischen Eisenverhüttungsanlagen diesseits der Alpen, der Wanderweg "Eisenweg" führt zu den interessantesten Orten. Heute ist Ramersbach vor allem ein beliebter Wohnort für junge Familien.

Walporzheims Weinberge

Walporzheim

Walporzheim zwischen Ahrweiler und Marienthal ist geprägt von steilen Felsformationen und den ältesten erhaltenen Weinterassen des Ahrtals. Besonders bekannt ist das Naturdenkmal "Bunte Kuh", das viele Besucher nach Walporzheim lockt. Eine weitere Besonderheit ist das älteste Weinhaus der Ahr, das Gasthaus St. Peter. Das Anwesen wurde bereits um 1100 n. Chr. erbaut und wurde zum Mittelpunkt des Weindorfes.