Traubenlese 2021 im Ahrtal

Die Flutwelle, die in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 das Ahrtal überrollte, hat auch die Betriebe vieler Winzerinnen und Winzer schwer getroffen. Maschinen, Arbeitsgeräte und auch viele der bereits abgefüllten Weine gingen verloren. Rund zehn Prozent der Rebfläche im Tal wurde zerstört oder stark beschädigt. Nun können die  Betriebe bekanntgeben, dass die Weinlese im Ahrtal erfolgreich beendet ist und es einen Jahrgang 2021 von der Ahr geben wird. Möglich wurde dies durch die Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland.

Direkt in den ersten Tagen nach der Flut haben sich die betroffenen Winzerinnen und Winzer im Tal sowie Freiwillige aus ganz Deutschland und den Nachbarländern zusammengeschlossen, um sich neben dem Wiederaufbau der Betriebe vor allem einer Mammutaufgabe zu stellen: der Weinlese 2021. Denn für viele Weinerzeuger waren die Trauben in den höher gelegenen Steillagen das einzige Kapital, das nicht den Fluten zum Opfer gefallen ist.

Hilfsbereitschaft und Solidarität aus ganz Deutschland
Der letzte Eimer hat den Weinkeller erreicht
Für viele Weinerzeuger waren die Trauben in den höher gelegenen Steillagen das einzige Kapital, das nicht den Fluten zum Opfer gefallen ist

Unterstützung aus ganz Deutschland machte erfolgreiche Lese möglich

„Dass wir trotz der widrigen Umstände den Jahrgang 2021 einbringen konnten, haben wir der großen Hilfsbereitschaft und Solidarität von unzähligen Freiwilligen zu verdanken. Ohne sie wäre dies nicht möglich gewesen. Im Namen aller Ahrwinzer daher ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben“, sagt Peter Kriechel, Vorsitzender des Ahrwein e.V.. Direkt nach der Flut packten viele bei den anstehenden Laubarbeiten in den Weinbergen mit an, in den vergangenen Wochen stand dann die Lese im Fokus. „Vor allem die familiengeführten Betriebe im Tal sind oftmals auch privat betroffen und konnten sich daher kaum selbst den anstehenden Arbeiten im Weinberg widmen. Umso mehr war jede helfende Hand Gold wert“, sagt Peter Kriechel.

Der Ahrwein e.V. unterstützte seit dem ersten Tag über mehrere Monate hinweg die Betriebe, indem zahlreiche Hilfsaktionen erfasst und an die Betroffenen weitergetragen wurden. So konnte auch eine weitere wichtige Initiative für die Traubenlese gewonnen werden. Denn der „Helfer-Shuttle“ unterstützte in Zusammenarbeit mit dem Ahrwein e.V. die Lese logistisch. Hunderte Freiwillige konnten so von der Grafschaft aus mit Bussen zu den Winzerbetrieben ins Tal bzw. direkt in den Weinberg transportiert werden.  Hilfe kam zudem in Form von Spenden oder Leihgaben von Maschinen, Weinberggeräten, Ersatzteilen oder Transportmitteln, um die Ernte überhaupt einbringen und verarbeiten zu können. Auch die Reparaturen defekter Geräte und Maschinen stellten eine große Unterstützung dar.

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